Kia Ora. Was so viel heißt, wie Guten Tag. Schließlich muss man ja auch etwas für die einheimische Kultur tun.
Viele neue Eindrücke hat uns unsere Reise gebracht und einige neue Fleckchen Erde haben wir für uns entdeckt.
Zu aller erst werde ich einmal versuchen unsere Route zu beschreiben im Verlauf der 4 Wochen Südinsel-Reise. Für Kenner ein Heimspiel werde ich für Laien eine Karte beilegen oder zumindest nachreichen.
Die Fähre brachte uns am 17.12. von Wellington nach Picton. Picton liegt ganz im Norden der Südinsel und ist neben den Fähren, die dem Städtchen eine ständige Touristenflut beschert , auch für seine wunderschönen Buchten bekannt und geliebt. Dort verbrachten wir die ersten beiden Tage und bekamen schon mal einen guten Eindruck von der Landschaft. Anschließend ging es an der Ostküste immer weiter Richtung Süden. Bei einem kurzen Stop in Blenheim konnten wir die zahlreichen Weingüter bestaunen auch wenn das Wetter leider etwas zu schlecht für eine kleine Wanderung war. Dafür blieben wir aber 2 Nächte in Kaikoura, einem kleinen Dorf auf halbem Weg nach Christchurch. Vor allem die krassen Gegensätze machen die Natur so schön. Man schaut auf das Meer und sieht im Hintergrund die schneebedeckten Gebirgszüge. Fährt man weiter hat man plötzlich eine karge Landschaft um sich herum von der Sonne ausgetrocknete Felder, die anders wo in saftigem Grün erstrahlen. Nach dieser kleinen „natürlichen“ Verschnaufpause ging es in die „Großstadt“ Christchurch. Mit ihren ca. 340 000 Einwohnern ist sie die größte Stadt der Südinsel. Dort tanken wir uns mit Großstadt-feeling auf und besuchten neben Museen und Kirchen auch etliche kleiner Ortschaften drum herum. Und ich brachte Vici und Alexej Skat bei. Wichtig, wichtig. J Von Christchurch aus fuhren Vici und ich alleine weiter zum Mt. Cook um dort Weihnachten zu verbringen. Allein der Weg dorthin ist unglaublich schön. Die Schmelzseen könnten aus Büchern über die Südsee stammen, so türkis blau sind sie. Dabei liegen sie so ruhig da, dass sich die Southern Alps in Ihnen spiegeln. Neben Gletschern kann man den Mt. Cook allerdings nur von unten bestaunen, ansonsten hilft einem entweder nur ein Helikopter, ein Flugzeug oder eine gute Bergsteigeraurüstung mit dazu gehöriger Erfahrung.
Und weiter in den Süden ging die Reise. Nach Oamaru. Vermutlich nicht nur am 25.12. eine etwas ruhigere Stadt, war sie an diesem Tag wie ausgestorben. Dafür feierten wir nach neuseeländischer Art und Weise am 25. Weihnachten im Hostel und bestaunten Pinguine im Hafen.
In Dunedin unserem anschließendem Ziel trafen wir wieder auf Alexej und seine gerade angekommene Freundin Mariska. Und René wurde vom Flughafen abgeholt. Zu fünft verbrachten wir 6 Tage in Dunedin, unter anderem Sylvester. Dabei ist zugegebener Weise eine knappe Woche schon recht viel gewesen. Doch nichts desto trotz war es schön. Sylvester selber (um Franzis Frage mal gerecht zu werden) stellte sich aber eher als flopp heraus. Das Feuerwerk in der Stadt würde von dem am Kurhaus in Baden-Baden wohl bei weitem übertroffen werden. Und da Feuerwerkskörper nicht frei erhältlich waren, gab es auch niemanden sonst, der rum schoss. Ähnliches habe ich bis jetzt eigentlich von allen gehört, egal wo sie gefeiert haben. Sylvester ist den Kiwis nicht sonderlich wichtig. Ein weiteres Jahr halt, ne....
Nachdem wir endlich wieder weiter fuhren, verschlug es uns an das einsamste Örtchen in Neuseeland. Invercargill. An der Südspitze der Südinsel. Etwas mehr wie 6 000 km vom Südpol entfernt. Aber ähnlich viel war los.
Schnell ging es im Westen wieder weiter Richtung Norden nach Te Anau. Die Stadt selber ist ein einziger Touristenort und lebt nur von den Hostels und Hotels. Dabei liegt sie wunderschön am See und ist Ausgangspunkt für den Milford Sound. Dieser war auch unser Ausflugsziel und wie ich schon davon berichtete, war es vermutlich der Höhepunkt der Südinsel und das bei Nebel. Einfach überwältigend.
Aber jetzt kam das Abenteuer. Queenstown. Den Flair einer Südspanischen Stadt, die Touristen wie in Lorette, die Freizeitangebote besser als in jedem Holiday- oder Europapark. Dort sprang ich dann auch Bungy. Und ja ich lebe noch J Dabei sei vorweg genommen, dass es ziemlich cool war und ich es jederzeit wieder tun würde. (wie sich das anhört^^) Zwar hab ich die Nacht davor nicht sonderlich gut geschlafen und war doch ganz froh, dass Vici mich beim Frühstück ablenkte, als ich allerdings im Bus saß mit allen anderen, die mit mir sprangen, war die Angst verflogen. Von Queenstown aus fuhren wir etwa 40min raus zum Nevis. Einem Gebirge, in welches auch der Bungy eingebaut wurde, wie man auf den Bildern sehen kann. Jeden Tag springen dort etwa 100 Leute runter. Wenn man bedenkt, dass A. J. Hackett (Eiffelturmsprung ist berühmt à youtube) alleine drei Anlagen in Queenstown besitzt und ein Sprung zwischen 175 und 250 $ kostet, kann man sich auch Herrn Hackett in einer Yacht vorstellen. Dort angekommen, vorbei an Paintballfeldern, Quadstrecken und Motorcrossmaschinen , schauten wir uns kurz die Anlage an. Ziemlich friedlich lag sie da an einem Dienstag morgen um 9 Uhr. Doch es blieb kaum Zeit. Man wurde gewogen und bekam einen Harnisch angezogen. SO langsam wurde es ernst. Als wir zur Aussichtsplattform liefen, hörte man noch jemanden schreien „Oh my God“, als man auch schon das gespannte Seil sah. Die Schlucht wirkte schon sehr beeindruckend. Nur mit einer kleinen Gondel wie im Film konnte man á 6 Leuten dort rüber fahren. Dort an gekommen ging die Sprungreihenfolge nach Gewicht. Der schwerste sprang zuerst und der leichteste zum Schluss. 500 Sprünge werden mit einem Seil gemacht, damit wird es jede Woche erneuert. 4 verschieden Sorten gibt es die nach Gewicht von 35kg bis hinzu 135kg reichen.
Ich hatte kaum Zeit mich in der Gondel umzusehen, wurden mir die Fußschellen angebracht und ich sollte als nächster springen. Dann durfte ich auch schon auf den Sitz sitzen (haschn?^^) und das Seil wurde angebracht und meinen Füßen und mir wurde nochmal erklärt wo ich zu ziehen hatte, damit sich meine Füße aus klingten und ich drin saß praktisch um wieder herauf gezogen zu werden ohne Sternchen zu sehen. Dann hoppelte ich zum Abgrund hin. Der Typ schleppte das Seil und ließ vor mir das Ende runterfallen. Mein erster Gedanke war: „Shit, ist das hoch“. Man bekommt schon ne Art Tunnelblick und als nächster habe ich nur noch gedacht, wo dran bin ich eigentlich festgemacht. Bei Freefalltour oder Achterbahn hat man zumindest noch ein Gestänge vor sich. Doch dann zählte er auch schon runter und ich dacht nicht mehr viel und sprang. .......21........22.........23..............24...........25...........26.........27........28...... solange dauerte etwa der freie Fall. Seltsamer weise kann ich mich nicht daran erinnern, etwas gedacht zu haben beim Fallen und ein Gefühl der Freiheit hat man. Und die Angst ist dann zumindest völlig verflogen (hasch den?^^). Zuck..... spürt man wie das Seil einen langsam abbremst. Und schon wir man wieder ein ganzes Stück nach oben gezogen bevor man noch einmal kurz das Gefühl von freiem Fall hat. Anschließend ist alles vorbei und es kam zumindest mir wahnsinnig schnell vor. Man wird rauf gezogen, wird abgeschnallt und sieht noch 2 weitere Sprünge bevor man schon wieder mit der Gondel hinüber fährt und seine Bilder und Videos anschauen kann, während die nächste Gruppe schon springt. Vielleicht ist es euch auch schon aufgefallen mittlerweile aber was mir einfach neben dem genialen Sprung nicht gefiel, war einfach die Fließbandabfertigung. Aber daran muss man sich leider bei so etwas gewöhnen. Bei anderen Anlagen springen bis zu 400 am Tag. Unglaublich.
Wir verbrachten die Tage vergleichsweise ruhig in Queenstown. So warn wir noch Sommerrodelbahn fahren in einer -5°C Bar (Name ist Programm) und haben den besten Burger von Neuseeland gegessen. Fergburger. Sehr interessante Geschichte hat das kleine Unternehmen für jeden der es nachlesen möchte, einfach googeln.
Nur noch Richtung Norden ging die Fahrt. Ein Halt am Franz Josef Gletscher, bei dem alle geführte Touren ausgebucht waren und wir zumindest auf 100 m rankamen, ein weiterer Stop in Punakaiki und den Pancake Rocks (Name ist auch hier Programm), bei denen es allerdings so aus Eimern schüttete, dass wir sie leider nicht sehen konnten. So sind wir seit 2 Tagen in Nelson im Norden der Südinsel und verbringen hier unsere letzten Tage bevor es am 17.1. wieder nach Wellington mit der Fähre geht.
Noch eine kleine Geschichte zum Opel: Nachdem der Handyempfang hier immer so eine Sache für sich ist, erfuhr ich erst 2 Tage verspätet von meinem liegen gebliebenen Opel auf der Nordinsel. Dabei mussten die armen das Auto über den 90 miles beach schieben und dabei kam auch noch die Flut. Nachdem es mittlerweile für eine horende Summe von 920$ repariert wurde, erfuhr ich heute, dass Ihnen in Auckland der Reifen geplatzt ist. Niemals Autos tauschen Leute. Und schon gar keine Opel !!! ;)
P.S.: Für Rechtschreibfehler oder sonstige Malheure entschuldige ich mich zu tiefst. Leider ist meine Korrekturleserin Vici schon schlafen und da ich Ihre Brille kaputt gemacht habe, ist sie auch etwas verhindert, was lesen betrifft.
freue mich, dass du den todessprung gewagt und überlebt hast^^ ach, wie gerne ich das noch machen will, habe ja noch ein wenig zeit, das nachzuholen :P
AntwortenLöschendas klingt ja alles echt super bei euch, da wird man ja richtig neidisch^^ vor allem die gletscher seen...*träum* ist mir lieber als dieser schnee hier^^
lg an euch beide
maddin
uiuiui, du machst sachen, seb! also neben dem bungeesprung (gratultion zu diesem heldenhaften mut!;),dass du vicis brille kaputt machst ^^ wie hast du das denn wieder geschafft? (btw wie sind die optiker in neuseeland?)
AntwortenLöschenhier in gießen gibts ein neusehland^^ und scheint auch ein guter optiker zu sein. hoffe die haben da auch ne außenstelle bei euch iwo ;)
die besten grüße an euch beide
franzi
ps: danke dass du auf meine frage eingegangen bist :)